Zukunft des Kapitalismus
Das Nein zur EU-Verfassung ist für Jeremy Rifkin eine Frage nach der Zukunft des Kapitalismus und wünscht sich eine reformierte soziale Marktwirtschaft in Europa:
Meiner Auffassung nach stellt die gegenwärtige europäische Debatte aber nicht die EU-Verfassung infrage, sondern – indirekt – die Zukunft des Kapitalismus. Dies nicht nur in Europa, sondern auf der ganzen Welt. Immer mehr Europäer fragen sich, ob das liberale oder das soziale Marktmodell die bessere wirtschaftliche Zukunft verspricht. Kurzum, die Verfassungsabstimmungen in Frankreich und den Niederlanden wurden zu Ersatzforen, auf denen die Menschen ihre ökonomischen Vorlieben, Hoffnungen und Ängste zum Ausdruck brachten.Hier ist der gesamte Artikel in der Zeit. Sehr lesenswert!
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Vor uns liegt die schwierige Aufgabe, einen intelligenten und wohlüberlegten Kurs einzuschlagen, der ein ausgewogenes Spannungsverhältnis zwischen dem Unternehmungsgeist des Kapitalismus und der gesellschaftlichen Solidarität des Sozialismus aufrechterhält, ohne dass eine der beiden Visionen den entscheidenden Gehalt der anderen zerstört. Wir sind schließlich, jeder Einzelne von uns, eine Verkörperung beider Geisteshaltungen. Wir wollen unsere Eigeninteressen verfolgen und bleiben uns gleichzeitig bewusst, dass wir für unsere Mitmenschen Verantwortung tragen. Eine reformierte soziale Marktwirtschaft in Europa, die beide Aspekte menschlichen Verhaltens gedeihen lässt, wäre ein Modell und ein Vorbild für den Rest der Welt.
Anfängerin - 9. Jun, 18:35
