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Distanz

Ich bin zuhause fortgegangen, um mein eigenes Leben zu leben. Es hat lang genug für diesen Schritt gedauert. Jetzt lebe ich hier und fühle mich weit weg von meiner Familie, meistens denke ich gar nicht mehr an sie.

So richtig entkommt man wohl nicht. Ich lebe nun ein halbes Jahr hier, aber wie ich es halten soll mit Anrufen oder Besuchen, weiß ich nicht. Ich habe kein Bedürfnis danach. Wir waren uns nie nahe und ich bin nie gut darin gewesen, Verbindung zu anderen zu halten.

Manchmal habe ich das Gefühl, ihnen ein wenig gleichgültig und vielleicht auch gefühlskalt zu sein. Die anderen sind krank und ich stehe da und weiß nichts zu sagen oder zu tun. Als würde es nur an der Oberfläche kratzen, aber mich nicht wirklich etwas angehen.

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(c) Nina Dulleck

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