Genießen - ganz einfach
Draußen hinsetzen, Füße hoch, Augen zu und tief durchatmen: So einfach ist genießen. So viel Zeit muss sein...
Anfängerin - 31. Aug, 20:03
"Am Ende wird das so sein, dass wir jeden Bahnhof erfassen können", erklärte Schily zögerlich.Gewöhn dir schon mal die dummen Witze vor laufender Kamera ab...
Die Vorschläge der Sozialdenker zielen in zwei Richtungen. Wenn Lohnarbeit knapp wird, sagen die einen, müssen "Handeln" und "Tätigsein", also die Gesellschaftlichkeit des Menschen und die Suche nach einem sinnvollen Leben neben der Wirtschaft, organisiert werden. Diese Strategie setzt auf die soziale Arbeit der Zivilgesellschaft und die Aufwertung der häuslichen, pflegenden, erhaltenden Tätigkeiten. Das ist ein schöner Gedanke in einer reichen Gesellschaft, aber er setzt zweierlei voraus: ein Grundeinkommen oder Bürgergeld (wie Wolfgang Engler es in seinem großen Buch "Bürger ohne Arbeit" vorschlägt) und ein Bildungssystem, das mehr als Pisa und Google-Qualifikationen vermittelt, nämlich die Kenntnisse und Tugenden für eine solche aktive Gesellschaft. Ein gigantisches Vorhaben, das ohne Umverteilung nicht denkbar ist.
Der zweite Vorschlag führt zurück auf die Hauptstraße der westeuropäischen Moderne: eine Verkürzung der gesellschaftlichen Regelarbeitszeit mit dem Ziel neuer Vollbeschäftigung. Utopie? VW hat sie vor mehr als einem Jahrzehnt praktiziert: mit einer Arbeitszeit von 28 Stunden (ohne vollen Lohnausgleich). "Es geht mir gut", sagte damals ein Arbeiter in Wolfsburg, "ich gehe vier Tage ins Werk, ich habe mehr Zeit für Kinder und mein Haus, ich arbeite einen Tag für das technische Hilfswerk - als Automechaniker, das ist ja schließlich mein Beruf." Arbeit für den Erwerb, Arbeit für sich und Arbeit für die Gemeinschaft. Eine Dreizeitgesellschaft.