Die Wirtschaft unterstellt uns gerne, zu wenig zu arbeiten. Neben einer höheren Wochenarbeitszeit wird immer wieder gefordert, Feiertage abzuschaffen, weil Deutschland soviel davon hat. Pünktlich zu Pfingsten steht der Pfingstmontag auf ihrer Liste.
Natürlich nutzt der Wirtschaft jeder zusätzliche Arbeitstag. Leider wird immer wieder vergessen (oder verschwiegen?), dass so ein Verzicht nur eine einmalige Wirkung hat. Soll also jedes Jahr einen Arbeitstag abgeschafft werden, nur um zur zeigen,
"dass die Gesellschaft verstanden hat: Wir müssen uns im härter werdenden Wettbewerb mehr anstrengen und wieder mehr arbeiten" (
Zitat aus der FTD)? Dann gäbe es in Teilen von Deutschland keine Feiertage mehr, während Bayern & Co. immer noch welche hätte. Ich fände es gerechter, die Feiertage erst einmal in ganz Deutschland anzugleichen. Auch das hätte Wirkung auf die Wirtschaft. Nur das hören Bayern & Co. nicht gerne...
Andererseits könnte man den Feiertags-Abschaffern auch entgegenhalten: Bayern & Co. haben mehr Feiertage und sind trotzdem gut. Ob das an den vielen Feiertagen zum Ausruhen liegt?